Neue Strategien für UNESCO Welterbe

Eigenverantwortung stärken

Durch Ausbildung und mit Wertschöpfung

eigenverantwortung

Die UNESCO Welterbe-Konvention von 1972 und die Liste des Welterbes sind bisher überwiegend eine Erfolgsgeschichte. Sie wird auch als solche weitergeschrieben, wenn alle am Welterbe Beteiligten die 2007 beschlossene Strategie der 5 C´s,  welche die Budapester Erklärung von 2002 verstärkt, wirkungsvoll umsetzen. Mit dieser Strategie soll die Glaubwürdigkeit der Welterbe-Liste gestärkt (Credibility), der wirkungsvolle Schutz der Welterbestätten gesichert (Conservation), Ausbildung und Bildung über Welterbe gefördert (Capacity building), das öffentliche Bewusstsein und die Unterstützung für Welterbe durch Kommunikation (Communication) gesteigert und die Rolle der ansässigen Bevölkerung bei der Umsetzung der Welterbe-Konvention (Communities) aufgewertet werden.

2005 bis 2012 war ich beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) für das UNESCO Weltnaturerbe in der Schweiz zuständig und setzte mich tatkräftig mit Projekten für die Umsetzung dieser Strategie der 5C's ein.  Während der Kandidaturphase der Schweiz um Mitglied im Welterbe-Komitee zu werden gelang es mir, die drei Expertenorganisationen für Welterbe für die Zusammenarbeit zu gewinnen:  Die Weltnaturschutzunion IUCN,  das Internationales Forschungszentrum für Denkmalpflege und Restaurierung von Kulturgütern ICCROM und  der Internationale Rat für Denkmalpflege ICOMOS. Das Ziel war, gemeinsam eine neue Capacity building Strategy für das UNESCO Welterbe zu erarbeiten, finanziell unterstützt durch die Schweiz. Daraus entstand 2010 nebenbei, erstmals nach 38 Jahren, zwischen IUCN und ICCROM eine Kooperationsvereinbarung. 2011 bereits verabschiedete das Welterbe-Komitee die neue Strategie.

Basierend darauf bewirkte ich ein durch das BAFU finanziertes Ausbildungsprogramm 2010-2013. In regionalen Workshops in Afrika, Südamerika, Asien und in den arabischen Staaten konnten dadurch Dutzende von neuen Experten ausgebildet werden. Diese Ausbildung befähigt sie, in ihren Regionen in Eigenverantwortung Nominationen für die Welterbe-Liste oder den Schutzzustand von Welterbestätten zu prüfen.

Tourismus ist der entscheidende Motor für Wertschöpfung rund um die bald tausend UNESCO Welterbestätten und gleichzeitig, wenn er nicht nachhaltig betrieben wird, der wesentlichste Verursacher von Zerstörung der Werte und des Bestandes dieses weltweit einmaligen Erbes. Nachhaltigkeit im Tourismus und entsprechende Schutzvorkehrungen sind daher entscheidend, dass der aussergewöhnliche universelle Wert der Welterbestätten auch für künftige Generationen  erhalten bleibt.

Mit dem klaren Ziel, ein neues Programm für nachhaltigen Tourismus und Welterbe zu fördern startete ich an der Sitzung des Welterbe-Komitees 2010 in Brasilia anforderungsreiche Verhandlungen.  Die ersten zwei Etappenziele sind erreicht: Die Erarbeitung des Programms mit finanzieller Unterstützung durch die Schweiz wurde noch in Brasilia beschlossen und 2012 wurde es zusammen mit einem Aktionsplan durch das Welterbe-Komitee in St. Petersburg verabschiedet. Meine Kernanliegen, den Tourismus in Welterbestätten nachhaltig zu gestalten und insbesondere die Eigenverantwortung und Wertschöpfung der ansässigen Bevölkerung zu stärken, konnte ich bei der Erarbeitung einbringen. Nun sind alle Beteiligten aufgefordert – insbesondere die Staaten, die Tourismuswirtschaft und die lokalen Akteure in den Welterberegionen – die Ziele tatkräftig umzusetzen.

Stehen Sie vor einer herausfordernden Aufgabe oder einem Projekt, wo es darum geht,

  • strategische Kernanliegen herauszukristallisieren,

  • diese zu kommunizieren und in Verhandlungen durchzusetzen oder

  • neue Kooperationen zu schaffen?

Gerne biete ich Ihnen meinen fundierten Support an.


Auf das  Erstgespräch freue ich mich.
Die Meilensteine setzen wir gemeinsam.

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Wie ich eingeschätzt werde

„Seine Suche nach kreativen Lösungen – auch in schwierigen Verhandlungen mit Behörden – führen zu positiven Ergebnissen. Konzeptionelles Denken, organisatorische und gestalterische Fähigkeiten zeichnen ihn als Generalisten mit umfassender Erfahrung in Projektmanagement und Teamarbeit aus.“

Enrico Bürgi, Chef Abteilung Landschaftsschutz, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern, Schweiz. Dezember 1996

„Er versteht es ausgezeichnet, auf die Partner einzugehen, sie zu gewinnen und mit ausgespro­chenem Verhandlungsgeschick auf Konsens basierende Resultate zu erreichen.“

Franz-Sepp Stulz, Chef Abteilung Natur und Landschaft, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern, Schweiz. Dezember 2010