Naturparke überall. Und in der Schweiz?

Naturparke ermöglichen neue Identitäten

Mit Mut und Ausdauer zur Erfolgsgeschichte

naturparke

In anderen Ländern, auch rund um die Schweiz herum waren Nationalparke und Naturparke bereits seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Doch bis 2008 blieb der 1914 gegründete Schweizerische Nationalpark im Engadin und Münstertal das einzige grossflächige Schutzgebiet in der Schweiz. Parlamentarische Vorstösse verlangten 1998 eine gesetzliche Basis, um in geeigneten Gebieten der Schweiz Parke, schweizerisch Pärke genannt, einzurichten, die sowohl für den Natur- und Landschaftsschutz, die Biodiversität, die Raumplanung, die Regionalwirtschaft, den Tourismus und die ansässige Bevölkerung einen ganzheitlichen nachhaltigen Nutzen bringen. Die schönen Landschaften der Schweiz mit ihrer aussergewöhnlichen Vielfalt warteten auf ihre Parkwürdigkeit.

Nach Vorarbeiten wurde mir, damals im Bundesamt für Umwelt BAFU tätig, das Dossier Parke 2003 anvertraut, das ich in den folgenden 7 Jahren zusammen mit einem Team entwickelte. Die gesamte Aufgabe war zu Beginn ein noch nicht überblickbares Abenteuer. Der erste Schritt, die überarbeitete Gesetzesbotschaft an das Parlament, fiel dem Sparstift des Schweizerischen Bundesrates 2004 zum Opfer. Das war die erste beste Entscheidung der Regierung, zwangen ihn doch postwendend mehrere  parlamentarische Vorstösse aus allen politischen Parteien zu einem neuen Anlauf. 2005 stimmte dann die Regierung zwar zu, strich aber in seiner Sitzung kurzum die Finanzierung. Das war die zweite gute Entscheidung für die Sache. Gleich in der ersten Kommissionsitzung des Parlaments war diese Finanzierung wieder in der Vorlage, und zusätzlich der Auftrag zur Qualitätssicherung. Dieser herausfordende Start motivierte mich geradezu, mich  für die Sache, von der ich noch heute restlos überzeugt bin,  mit Ausdauer zu engagieren.

Es folgten turbulente und lernreiche Jahre der politischen Arbeit.  Das Parlament verabschiedete die Gesetzesartikel über Parke mit überwältigender Mehrheit, was für eine Umweltvorlage doch aussergewöhnlich ist. Meine Aufgaben waren äusserst spannend und die Aktivitäten facettenreich: Zahlreiche Präsentationen in den interessierten Regionen und Medienaktivitäten, Ausarbeiten der Verordnung über Parke mit Verhandlungen bei Kantonsregierungen, zusammen mit externen Firmen das Erarbeiten von Eingabe- und Evaluationsrichtlinien für Parkkandidaten sowie Handbücher etwa zur Wertschöpfung in Naturparken durch Tourismus. Oder das Durchführen eines Wettbewerbs, um ein Parklabel als Qualitätsauszeichnung zu kreieren. 2008 wurde der erste Naturpark anerkannt, 2013 waren es bereits deren 15 und vier Kandidaten standen in der Errichtung, darunter zwei neue Nationalparke.

Wesentlich befördert hat die rasche Entstehung von Naturparken, dass eine erstaunliche Zahl von Regionen, die über einen Park inzwischen zu neuer Identität gelangt sind, aktiv werden wollten. Für gute Leistungen werden sie durch den Staat finanziell unterstützt und sind durch den Bund mit dem Qualitätslabel „Park von nationaler Bedeutung“ ausgezeichnet. Mit meiner Initiative kam zwischen Schweiz Tourismus und dem BAFU ein Kooperationsvertrag zustande, was den Naturparken in der Schweiz zusammen mit dem Label eine weltweit wirkungsvolle Marketingplattform sicherte.

Rückblickend erfüllt es mich mit Befriedigung und Stolz, dass ich diese Erfolgsgeschichte zusammen mit einem engagierten Team wesentlich mitprägen konnte. Und die Quintessenz daraus für mich ist: Mut tut gut.

Suchen Sie einen Support mit Mut und Ausdauer?

Von Ihrer herausfordernden Aufgabe lasse ich mich gerne begeistern.  Auf mein Engagement können Sie zählen.

 

Auf das  Erstgespräch freue ich mich.
Die Meilensteine setzen wir gemeinsam.

Nehmen Sie einfach Kontakt auf.

Sollten Sie die Naturparke der Schweiz und ihre vielfältigen touristischen Angebote noch nicht kennen, dann lassen auch Sie sich begeistern. Mit dieser App sind sie gut unterwegs.

Wie ich eingeschätzt werde

 „Seine Weitsicht und sein breiter Horizont ermöglichen ihm, sich abzeichnende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und darauf adäquate Antworten zu finden, die umgesetzt werden können. Seine Kompetenzen und seine grosse Ausdauer haben wesentlich zum Erfolg von drei für das Amt und die internationale Stellung der Schweiz bedeutenden politischen Geschäften beigetragen: die Politik des Bundes zur Schaffung neuer Pärke in der Schweiz, die er substantiell mitgeprägt hat, das international renommierte Landschaftskonzept Schweiz, das zugleich wesentliche Impulse gab für die Europäische Landschaftskonvention, sowie die Wahl der Schweiz in das UNESCO Welterbe-Komitee und seine aktive Rolle in der Delegation zur Umsetzung der Welterbe-Konvention von 1972.“

Franz-Sepp Stulz, Chef Abteilung Natur und Landschaft, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern, Schweiz. Dezember 2010